Anstehende Termine

Keine Termine

Anmeldung

Chronik

JOHANN MITTERSAKSCHMÖLLER

chronik clip image002

Der Gründer der Ortsmusikkapelle Unternberg

und erster Kapellmeister

 

Er wurde am 24. März 1843 in Girlan bei Bozen geboren und wirkte als Lehrer und Organist in Feldthurns bei Klausen und in Völs am Schlern. Trotz seiner Heimatliebe zwangen ihn die damaligen Tiroler Lehrerstandsverhältnisse 1882 nach Unternberg zu ziehen, dass ihm bald zur zweiten Heimat wurde. Hier wirkte er als Oberlehrer, Organist, Kapellmeister und vorrübergehend als Gemeindesekretär. Mit Freude widmete er sich auch dem Obst- und Gartenbau. Seine besondere Liebe aber gehörte der Musik. Von seinem Vater her schon musikbegabt, komponierte er Musikstücke, vor allem für die Kirche. So führte es zur Gründung einer Ortsmusik die er über Jahre, bis zu seinem Tod als Kapellmeister leitete. In Wüdigung seiner vielseitigen Leistungen und Bemühungen wurde er 1910 zum Ehrenbürger von Unternberg ernannt. Aus seiner Ehe stammen 9 Kinder, darunter der Sohn Richard, der wie sein Vater als Oberlehrer, Organist und Kapellmeister in Unternberg tätig war.

 

CHRONIK

Johann Mittersakschmöller, der 1882 nach Unternberg als Oberlehrer kam, widmete sich auf Grund seiner Begabung und des Ideals dem Lied und der Musik in der Kirche. Um 1890 nahm er sich junger Männer an, die zur eigenen Freude und in der Dorfgemeinschaft mit Blechblasinstrumenten ihr Bestes gaben und band sie in die Mitwirkung an kirchlichen Festtagen ein. Er befasste sich dann gleich eingehender mit diesen musizierenden jungen Menschen, bildete sie weiter, weckte damit außerdem das Interesse an der Blasmusik und brachte bald einen Klangkörper zustande, der sich Musikkapelle Unternberg nennen konnte, der die musikalischen Bedürfnisse kirchlicher, öffentlicher und privater Art erfüllte. 1890 wird daher als Gründungsjahr bezeichnet und angesehen. Johann Mittersakschmöller ist in die Chronik als Gründer der Ortsmusik von Unternberg eingegangen. Der Gründer wirkte als Kapellmeister bis zu seinem Tod am 18. Dezember 1915. Johann Mittersckschmöller hat unter anderem die Prozessions-Evangelienlieder „Pange lingua“ komponiert, die sich noch heute im Repertoire der Unternberger Musik befinden und bei Prozessionen gespielt werden. Die Proben fanden bis 1922 im Schulhaus statt.

Von der Gründung bis gegen 1960 waren die hauptsächlichen Auftritte der Musik bei verschiedenen kirchlichen Anlässen, bei Hochzeiten und bei Gratulationen örtlicher Persönlichkeiten. Öftere Auftritte waren noch bei Weihen und Jubiläumsfeiern im Ort, in den Nachbarorten und in fernerer Umgebung. Traditionell gab es Konzerte an den Nachmittagen von Prangtagen. Über Jahrzehnte, bis ca. 1960, hat einen kleine Besetzung der Kapelle bei Hochzeiten und Bällen Tanzmusik gespielt. Zur Tradition und einem fast eigenen Festtag ist die Ausrückung zum Thomataler – Prangtag seit ca. 1950 geworden. Mit der Entwicklung des Fremdenverkehrs steigerten sich die Ausrückungen der Musik. Sie haben einen bedeutenden Anteil an den jährlich rund 35 Ausrückungen. Als vergleichenden Maßstab für das Niveau, hat sich die Kapelle in den vergangenen 10 Jahren zweimal einem Wertungsspiel unterzogen und wurde dabei sehr positiv beurteilt. Zur Festigung und Hebung des Niveaus wird seit 1970 alljährlich ein Frühlingskonzert veranstaltet. Seit 1984 findet dieses im Festsaal des Jugenderholungsheimes Moosham mit einem hervorragenden örtlichen und überörtlichen Publikumsinteresse statt. In den vergangenen 15 Jahren hat die Kapelle einige Fahrten in das Ausland unternommen und an einigen großen Brauchtumsveranstaltungen im Land Salzburg und innerhalb Österreich teilgenommen. Die jährliche finanziellen Aufwendungen der Kapelle sind beträchtlich und haben sich immer dank einer anerkennenswerten Spendefreudigkeit der Bevölkerung sowie einer großen Aufgeschlossenheit der Bürgermeister und der Gemeindevertretungen bewältigen lassen. Zur entsprechend guten Heranbildung des Nachwuchses wird seit 1968 mit maßgeblicher finanzieller Förderung der Gemeinde in Unternberg eine Zweigschule des Salzburger Musikschulwerkes geführt.

 

chronik clip image004

(Foto aus den Jahren nach der Gründung)

 

1900 Hermann Ritter Wurmb von Nordmünster (Verwalter des Schlosses Moosham) stiftet der Musik eine Tracht.

1900 rückt die Musik anlässlich des ersten Auftrittes des Samsons von Unternberg zum Umzug aus und begleite diesen seither bei den Samsonumzügen.

1915 übernimmt Richard Mittersakschmöller, Sohn des Gründers, die Funktion des Kapellmeisters und übt sie bis 1922 aus.Bedingt durch die Auswirkungen des 1. Weltkrieges und eines Interessenverfalles gelangt die Musik an einen Tiefpunkt.

1923 ergreift aus dieser Situation Franz Gfrerer die Initative, organisiert die Zusammenkunft 18 junger Männer zur Erstarkung der Kapelle, Bildet sie gemeinsam mit Ferdinand Ertl aus und bringt sie wieder in einen ausrückungsfähigen Stand.

1923 werden die Proben im Gasthaus Gfrerer aufgenommen und ist dort bis 1981 unentgeltliches Probelokal.

1925 wird der Musikverein gegründet. Leonhard Wieland ist deren erster Obmann.

1925 wird Ferdinand Ertl (Tamsweg) Kapellmeister und ist dies bis 1932.

1931 wird eine einheitliche Kleidung beschafft, die sich jeder Musikant selbst finanziert (Salzburger Rock aus grünem Loden mit schwarzem Samtkragen, Lamberhut).

1931 wird Ferdinand Gfrerer Obmann und ist dies bis 1933.

1932 wird Georg Wieser (Tamsweg) Kapellmeister und führt die Kapelle bis 1935.

1933 wird Egid Hinterberger (Esser) Obmann und amtiert bis 1950.Die Kapellmeistertätigkeit üben Johann Santner, Andreas Santner, und Andreas Wieland in einem periodischen Wechsel nach gegebenen Situationen von 1935 – 1949 aus.

1950 wird Johann Rauter zum Obmann gewählt. Er amtiert als Obmann bis 1980 und war außerdem von 1923 bis 1980 aktiver Musiker.

1950 übernimmt Christian Haller die Funktion des Kapellmeisters und leitet sie bis 1950 Er bildet die Jungmusiker im praktischen Unterricht heran.Theoretischen Unterricht gibt Prof. Anton Scheithauer.

1950 wird für die Musik mit Mithilfe der Bevölkerung durch Naturalspenden (Schafwolle) eine neue Tracht (Salzburger Anzug) geschaffen.

1953 Anlässlich eines Konzertes beim Schilcherwirt übernimmt Johann Klinger von Christian Haller den Kapellmeister. Klinger ist dann Kapellmeister bis 1960.

1956 bekommt die Musikkapelle Unternberg eine neue Tracht. Die Finanzierung wird wieder unter maßgeblicher Mithilfe der Bevölkerung durch Baum- und Geldspenden realisiert.Die Gestaltung der Tracht erfolgt unter Mitwirkung von Landesobmann Kuno Brandauer in wesentlicher Anlehnung an die sog. Wurmb- Tracht. Sie ist auch im Jubiläumsjahr 1990 noch die Tracht der Kapelle.

1960 wird Johann Santner Kapellmeister, wirkte bis 1964 und dann noch einmal von 1965 bis 1967.In einer besonderen Situation übernimmt Hermann Doppler

1964 die Kapellmeistertätigkeit auf und übt sie bis 1965 aus.

1966 erfolgt eine Neuinstrumentierung mit Normalstimmung. Die Finanzierung geschieht mit maßgeblichen Spenden aus der Bevölkerung und finanzieller Hilfe der Gemeinde. Die Instrumentenweihe erfolgt im Rahmen eines Bezirkesmusikfestes in Unternberg.

1968 wird Horst Lassacher, Musiklehrer aus Tamsweg, Kapellmeister.

1980 bekommt die Musik im Kindergartenhaus einen Probenraum als Übergangslösung.

1982 stellt die Raiffeisenkasse Unternberg der Musik einen in jeder Hinsicht entsprechenden Probenraum unentgeltlich zur Benützung.

1982 findet ein Bezirksmusikfest in Unternberg statt.

1984 Rundfunk – Studioaufnahme in Salzburg.

1988 Rundfunkaufnahme eines gemeinsamen Konzertes der Musikkapellen Unternberg und St. Michael.

1990 wird das 100-jährige Gründungsjubiläum gefeiert.

1992 wird Bernhard Fingerlos Obmann (bis 2002).

1993 bekommt die Musik einen Probenraum im neuen Feuerwehrhaus.

1993 wird Armin Fingerlos Kapellmeister.

2001 wird Daniela Doppler die erste Jugendreferentin des Vereins.

2002 wird Gerhard Aigner Obmann der Trachtenmusikkapelle Unternberg.

2003 wird Christian Gfrerer Jugendreferent der Trachtenmusikkapelle Unternberg.

2004 besteht die Trachtenmusikkapelle Unternberg aus 60 aktiven Mitgliedern im Alter von 12 bis 55 Jahren.

2008 wird Thomas Santner neuer Obmann der Trachtenmusikkapelle Unternberg.

2008 Rundfunk – Studioaufnahme in Salzburg (Die Kapelle hat gewonnen und Jugend heraus)
 
2009 Das neue Probelokal im Dachgeschoss des neu erbauten Gemeindehauses wird bezogen.

2010 feiert die Trachtenmusikkapelle Unternberg ihr 120 Jähriges Jubiläum. In diesem Rahmen findet ebenfalls das 30. Lungauer Bezirksmusikfest statt!
 
2011 wird Florian Wirnsperger zum Obmann Stellvertreter gewählt.
 
(Jubiläumsfoto 120 Jahre TMK Unternberg 2010)
Foto: Roland Holitzky, www.fotostudio.at

Trachtenmusikkapelle Unternberg

Obmann: DI (FH) Thomas Santner  

A - 5585 Unternberg

 

Tel.: +43 664 249 3742

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kontakt / Impressum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright © 2014. All Rights Reserved.